Bishop Black sucht die Dekolonisierung. Bewegung für Bewegung, Bild für Bild, Wort für Wort arbeitet Bishop Black gegen den alten Mythos von „Am Anfang war die Reinheit“. Mit jedem Soundlayer und jeder Muskelbewegung sucht they dem Druck der alten polaren Achsenmächte von sexual identity und racial identity zu widerstehen und das Gravitationsfeld zu einem dritten, offenen, unbekannten Pol zu öffnen.
Porträtperformances sind ein Wagnis. Für das Theater und für die Künstler*innen. Das gilt auch für Profis. Und Maya Alban-Zapata ist Profi: Paris hat ihr den dramatischen Auftritt vermacht und Berlin ihr ’ne große Klappe geschenkt.
Was macht eine Künstler*in zur Künstler*in, was macht Sky Deep zu Sky Deep? Sie ist Sängerin, Gitarristin, DJ, MC, Tontechnikerin, Produzentin, sie hat als Schauspielerin gearbeitet, ihre eigenen Bands auf der Bühne gebracht, ihren preisgekrönten Queer-Indie-Pornofilm Enactone produziert, Festivals und Club-Partys kuratiert und war mit Peaches auf Tournee. Woher kommt diese Vielseitigkeit? Diese Professionalität? Und dieser eigene Ton in all dem, was sie macht?
Ausgehend von seiner Erfahrung, im Berlin der 1980er und 90er Jahre aufgewachsen zu sein, unternimmt der Tänzer und Choreograf Raphael Moussa Hillebrand den Versuch, die eigene Lebenserfahrung in eine Form zu bringen, so dass die nächste Generation und das eigene Kind daran anknüpfen können.
TRVΛNIΛ ist Poetin und Performerin. Mit Leichtigkeit bewegt sie sich zwischen Kreol, Englisch und Deutsch sowie zwischen künstlerischen Disziplinen, wechselt von Lyrik über Gesang zu Tanz und Performance. Mit all den ihr zur Verfügung stehenden Mitteln treibt TRVΛNIΛ die Dekolonisierung voran: Sie öffnet den Raum für das eigene Wohlergehen, für das Wohlergehen von POCs und Schwarzen Menschen. Alltägliche Kämpfe erhalten hier Sichtbarkeit – eine Notwendigkeit, wenn wir unsere Gesundheit behalten wollen. Und eine künstlerische Herausforderung.