Our mascot
Our logo

08.02.2015 15:00 Beyond the maps - African Resistance Against Colonial Power

Mittwoch, 02.12.2020

2006 ‒ 1892 = 114 ans / Jahre

Der Film ist Teil eines umfangreicheren filmischen Projekts, das von einem 114 Jahre zurückliegenden Ereignis ausgeht: Im Zuge einer vom deutschen Offizier Hans Ramsay angeführten Expedition ins so genannte Hinterland von Kamerun wurde der Chef der Yambassa, Bisselé Akaba, verschleppt und hingerichtet. Er ist der Urgroßvater von Moise Merlin Mabouna. Das Video will weniger zu einer umfassenden Darstellung der Geschichte beitragen, als die Kontexte von Wissensformen und Erinnerungsbildern befragen, in denen Repräsentationen jeweils plausibel und wirkungsmächtig werden. Hierbei verspricht die Rückkehr der Ndjaman nach Brandenburg eine Zukunft, die deswegen post-kolonial sein wird, weil sie die Stimme ihrer Geschichte transkontinentalisiert und zwischen der Konstruktion eines ‘Hier’ und eines ‘Anderswo’ verfügt.

Im Anschluss Brigitta Kuster im Gespräch mit Enoka Ayemba.

Mueda, Memoria e Massacre

Am 16. Juni 1960 in Mueda, Nord Mosambik nach einem Befehl des Gouverneurs tötet die portugiesischen Armee 600 Personen.

Produziert von der Instituto Nacional de Cinema (INC), beschäftigt sich Mueda mit dem Massaker von Mueda in der Nähe der tansanischen Grenze am 16. Juni 1960, wo auf Befehl des portugesieschen Gouverneurs koloniale Truppen auf eine protestierende Menge schossen und 600 Menschen starben. Der Film gilt als erster abendfüllende Spielfilm des unabhängigen Mosambik. Das Ereignis galt in der späteren Geschichtsschreibung als Auslöser des bewaffneten Widerstands in Mosambik und wurde schon während der Kolonialzeit in populären Re-Enactments regelmäßig erinnert.

Beyond the maps findet im Rahmen des Themenschwerpunktes We are tomorrow – Visionen und Erinnerung anlässliche der Berliner Konferenz von 1884 statt. Die Reihe widmet sich Filmproduktionen verschiedener Genres, die sich sowohl mit dem Widerstand gegen den europäischen Kolonialismus auf afrikanischem Boden, als auch mit der Konferenz an sich beschäftigen. Neben Filmvorführungen gibt es Publikumsgespräche mit den Filmschaffenden und eingeladenen Expert_innen.

Tickets (7 €) nur im fsk-Kino, Reservierungen unter Tel: 030 6142464

News-Archiv