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12.01.2014 20:00 Rauş ‒ Neue deutsche Stücke

Sonntag, 27.09.2020

Neue Texte zu Dasein in Deutschland heute, Dasein transnational, Dasein mit Altlasten hier und mitgebracht aus anderen Ländern, mit Weltkriegen auf dem Buckel, mit Wunsch nach Welterneuerung, nach Weltuntergang, nach Bürgerlichkeit und Liebe und der Akzeptanz von andersartigen Lebensformen auf diesem Planeten. RAUŞ- Neue Deutsche Stücke, eine postmigrantische Literaturwerkstatt, entstand in Kooperation mit dem Maxim Gorki Theater und dem Kultur- und Gesellschaftsmagazin freitext.

Pyramiden

von Daniela Janjic

Irgendwo in einem Land, das vielleicht weit weg ist, vielleicht aber auch sehr nah, bringt ein Onkel seiner kleinen Nichte bei, wie man ein Gewehr hält und abdrückt. Und spielt mit ihr Todstellen. Er bereitet sie auf etwas vor, das im Land wütet und immer näher kommt.

In einem anderen Land reden Ejla und Jules darüber, welche Marken man unterstützen darf, wenn man Margarine kauft und dass es zu viele Brotsorten gibt, zwischen denen man sich entscheiden muss. Ejla hasst Feuerwerk, da muss sie immer aufschrecken, das erinnert sie an die Geräusche von früher und Jules kann das nicht verstehen, dieses Früher, das sie in sich trägt. Und dann gibt es da noch das perfekte Paar Marcel und Claudia, die eine weiße Hochzeit feiern und das Richtige im Falschen behaupten. Wer von den Paaren ist nun mehr lebensfähig?

WIR WAREN ICH

ICH WAREN WIR

von Georgia Doll

Szenische Einrichtung: Brit Bartkowiak

mit Marina Frenk, Mehmet Yılmaz, Isabelle Redfern, Paul Wollin

Dramaturgie: Marianna Salzmann

Bühne: Shahrzad Rahmani

Kostüm: Miriam Marto

Kostümassistenz: Sofia Vannini

Kostümhospitanz: Stelina Apostolopoulou

Regieassistenz: Maritina Athanasiou-Asoniti

Kaya und Manolis könnten sich freuen: Ihre Hybridforschung bekommt eine riesige Geldspritze. Manolis ahnt schon den Durchbruch, an dem sie so lange arbeiten, doch Kaya steigt aus dem Forschungsprojekt aus. Sie will nicht von Firmen gefördert werden, die die Ergebnisse für ihre Zwecke missbrauchen.

Ihr Freund Momo ist ein Schlagzeuger, ein selbsterklärter Macho. Kaya hält es immer nur kurz aus mit ihm und versucht dann zu verschwinden, wenn er anfängt ihr zu erklären, dass sie „so anders ist“.

Zuhause wartet auf Kaya ihre Schwester Amira mit ihrem Kind, auf das Kaya am liebsten aufpasst. Amira trinkt, Amira kann keine Behördenmails öffnen und schmeißt Kaya aus ihrer eigenen Wohnung raus, wenn es ihr passt. Doch nur Amira kennt Kayas Geheimnis ‒ sie ist in Wirklichkeit ein Alien.

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