FESTIVAL
Wir feiern! Wir sollten nicht? Wir müssen! Ohne formalen Anlass, weil wir der Anlass sind.
Das größte produzierende Festival Schwarzer Perspektiven in Deutschland – Black Berlin Black am Ballhaus Naunynstraße – steht dieses Jahr unter dem Motto Festivity! Nach Widerstand in 2022 und United Polyphonic in 2023 wird dieses Jahr gefeiert: es wird getanzt, diskutiert und Kunst genossen. In Panels denken wir über Zugänglichkeit und Offenheit von Festen nach, wir suchen Joy in Kunst und Alltag und zelebrieren ihre widerständige Kraft, wir ehren Wegbereiter*innen in Performances und verbinden uns im Moment des gemeinsamen Erlebens.
Black Berlin Black – Festivity: Von September 2025 bis Februar 2026 präsentiert das Ballhaus Naunynstraße Theater, Film, Panels, Workshops, bildende Kunst und Konzerte. Als produzierendes Festival legt Black Berlin Black den Schwerpunkt auf künstlerische Arbeiten, die nicht bereits Teil des internationalen Festivalgeschäfts sind. Black Berlin Black ist Programm für Berlin, für die postmigrantische Stadt, es zeigt die Bedeutung Schwarzer Künstler*innen für Berlin.
Am 12. September eröffnet die Uraufführung von Unfolding the Sky das Festival. Es ist die erste Arbeit, die die bildende Künstlerin und Performanceartist Lerato Shadi nach zahlreichen Performances in Galerien und Biennalen zwischen Johannesburg und London fürs Theater entwickelt. Sie erzählt darin von dem Haus ihrer Großmutter in Südafrika und damit von dem sich über Jahrzehnte entfaltenden Gestaltungwillen, von ihrer prägenden Kraft. In den nachfolgenden Wochen lädt Fabienne Mahwane, Jurist*in, Moderator*in, Referent*in, Gäste und Publikum zu einer mehrteiligen Panelreihe über Bedürfnisse und Joy, Widerstand und Festlichkeiten ein. Mit der im Rahmen des Festivals realisierten Wiederaufnahme von Toks Körners Inszenierung Aesthetics of Color kommt eines der wichtigen afrodeutschen Dramen wieder ins Repertoire des Ballhaus Naunynstraße. Hinzukommen Filmabende mit Gesprächen, Vernetzungstreffen der akademie der autodidakten und eine Konzert-Lecture des Saxophonisten und Musikhistorikers Harald Kisiedu! Und eine noch nie dagewesene Kooperation bildet den musikalischen Höhepunkt des Festivals: The String Archestra featuring Bona und Gonza Ngoumou.
Festivity ist die siebte Ausgabe in der mehr als zehnjährigen Geschichte des Festivals Black Berlin Black. In einer einzigartigen Konstanz demonstriert das Festival die Vielfältigkeit Schwarzer Positionen und die Macht der künstlerischen Selbst- und Weltentwürfe. Kontinuierlich bietet es den Raum, dass sich die transformative Kraft von Kunst und Kulturproduktion zeigen kann. Bereits 2013, zu Beginn, stand ein Fest auf dem Programm: Black Lux – Ein Heimatfest aus Schwarzen Perspektiven. Damals wie heute gilt es zu feiern, denn das Fest ist ein Akt, einen Raum zu beanspruchen und eine andere Gesellschaft zu imaginieren. Hier unterbricht die Kunst den Alltag und die Gemeinschaft kann sich anders entfaltet.
Es ist Zeit für Festlichkeit!