Our mascot
Our logo
Patterns

Profil

Am Ballhaus Naunynstraße ist eine Ästhetik entstanden, welche die deutschsprachige Theaterlandschaft nachhaltig verändert hat: das postmigrantische Theater. Es ist ein*e wichtige*r Impulsgeber*in für postkoloniale Diskurse und dekoloniale Praktiken in Deutschland. Hier werden Debatten angestoßen, die auch in Zukunft von hoher Relevanz für das Theater und den gesellschafts- und stadtpolitischen Diskurs in Berlin und darüber hinaus sind. Das Ballhaus Naunynstraße, das 2008 von Shermin Langhoff als postmigrantisches Theater wiedereröffnet wurde, hat sich seit 2012 unter der künstlerischen Leitung und Geschäftsführung von Wagner Carvalho (von Spielzeit 12/13 bis Nov. 2014 gemeinsame Leitung mit Tunçay Kulaoğlu) Schwarzen Perspektiven, Perspektiven of Color und queeren Perspektiven zugewandt. Auch die Nachwuchsförderung im Rahmen der kulturellen Bildung durch die akademie der autodidakten und die Schaffung von Zugängen für junge Künstler*innen sind bleibende wichtige Schwerpunkte der Arbeit des Ballhaus Naunynstraße.

“Man kann es zur Zeit das einzige Schwarze deutsche Theater nennen.” (taz, 2019)

Mit Eigenproduktionen und internationalen Gastspielen, mit Theater, Tanz, Performances, Lesungen, Diskussionsveranstaltungen, Filmreihen, Konzerten und interdisziplinären Festivals wie Black Lux – Ein Heimatfest aus Schwarzen Perspektiven (2013), der Veranstaltungsreihe We are Tomorrow – Visionen und Erinnerungen anlässlich der Berliner Konferenz von 1884 (2014/15), Veranstaltungen wie der 1. Indaba Schwarzer Kulturschaffender in Deutschland (2015), dem Festival Republik Repair – Reparatory Imaginings from Black Berlin (2017) und dem internationalen Performancefestival Permanente Beunruhigung (2018) und dem Festival Postcolonial Poly Perspectives (2019) wurden historische Leerstellen postkolonialer Themenkomplexe im kollektiven Gedächtnis benannt und disziplinübergreifend hinterfragt.

Die künstlerische Praxis im Ballsaal von 1863 bleibt somit vielfaches Vorzeigeobjekt verschiedenster Disziplinen. Fokus der Aufmerksamkeit ist ein breites und stetig wachsendes Netzwerk an Schwarzen Künstler*innen, Kulturschaffenden of Color, queeren Performer*innen und postmigrantischen Akteur*innen. Am Ballhaus Naunynstraße arbeiten u.a. Jean-Philippe Adabra, Anestis Azas, Bishop Black, Laia R. Canénguez, Pepe Dayaw, Karina Griffith, Amina Eisner, Raphael Hillebrand, Michail Fotopoulos, Atif Mohammed Nor Hussein, Aloysius Itoka, Kostis Kallivretakis, Mmakgosi Kgabi, Magda Korsinsky, Toks Körner, Eurico Ferreira Mathias, Jao Moon, Nasheeka Nedsreal, Aérea Negrot, Attila Oener, Silvia Ospina, Grupo Oito, İdil Üner, Simon*e Paetau, Zé de Paiva, Ricardo de Paula, Patrick Pinheiro, Juliana Piquero, Dieter Rita Scholl, Thandi Sebe, Amada Tinoco, TRVΛNIΛ, Jasco Viefhues, meLê yamomo und viele mehr.