Kim Darbouze
Kim ist psycho-sozial und künstlerisch Forschende, Weberin/Textilkünstlerin, Tänzerin und somatische Beraterin. In ihrer Arbeit verbindet sie Geografie, Ökologien und Körperwissen, um die vielfältigen Formen zu untersuchen, in denen Kolonialismus Körper, Land und Ökosysteme verletzt, durchdringt und prägt. Anhand Materialanalysen webt Kim eine Verbindung zwischen Vergangenheit, Gegenwart und der Zukunft.
Kim verwendet verschiedene Materialien wie Gummi, Ton, Baumwolle, Metalle, Seide, Hanf und Jute, um die unterschiedlichen kolonialen Erosionen in Südostasien, in Südamerika, Australien und Teilen Westafrikas nachzuzeichnen. Sie arbeitet mit Indigo und verschiedenen pflanzlichen Materialien, die sie in erzählerische Gewebe einbindet, mit dem Ziel, uns nach vielen Generationen kolonialer Brüche wieder miteinander zu verbinden. Kim webt über Ozeane, Vergangenheit und Gegenwart hinweg, um kollektive Zukünfte miteinander zu verflechten. Sie schafft Räume für Ko-Kreation durch Gemeinschaften von Weber*innen, Ökolog*innen, Wissenschaftler*innen und Künstler*innen/Aktivist*innen, die sich mit den tiefgreifenden Machtstrategien auseinandersetzen, durch die Land und Körper beherrscht und in Objekte des Kapitals, in Waren, transformiert werden, bzw. denen jegliche eigenständige Existenz abgesprochen wird.
Ihre Arbeiten wurden unter anderem auf der Art Week in Amsterdam 2024 gezeigt; für das Projekt Faces Above Water, präsentiert 2023 in Utrecht, Niederlande, mit Ashley Temba als Choreograph und Musiker entwickelte Kim das Konzept. Im selben Jahr war sie als Dichterin und Choreografin an What is it Good For in den Ufer Studios, Berlin, beteiligt und präsentierte ihre Recherche und Choreografie Poetic Just for Us in Utrecht, Niederlande. Ihre Arbeit Exhaustion, Resistance, Healing, Persistence wurde 2022 bei Mondial & Fluctoplasma in Hamburg gezeigt, 2021 entstand Embodied Dance & Talk. Am Ballhaus Naunynstraße ist Kim Performerin in der Produktion Amigues Adios (2026) von Bishop Black.