Meyad Sarsour-Ndaye ist eine Taube muslimisch-palästinensische Künstlerin, Filmemacherin, Bildungs- und Inklusionsexpertin. Sie studierte Women and Gender Studies sowie Sonderpädagogik in Tel Aviv und arbeitete dort viele Jahre mit arabischen Tauben und Taubblinden Menschen. Besonders engagierte sie sich für die Bildung, Selbstbestimmung und Unabhängigkeit Tauber Frauen. Zudem unterstützte sie die linguistische Dokumentation der Dorfgebärdensprache ihres Heimatortes Kafr Qasim. Aktuell lebt Meyad in Deutschland, arbeitet in einem Jugendclub für Taube Jugendliche und hält Vorträge zu den Themen Taube Menschen in Palästina und Israel, palästinensische Kultur, antimuslimischen Rassismus sowie Frauenrechte im Islam. Außerdem arbeitet sie gegenwärtig als Künstlerin an einem Filmprojekt, das die Erfahrungen, Sprache und Geschichten von palästinensischen Tauben Menschen ins Zentrum stellt.
Am Ballhaus Naunynstraße moderiert sie das Panel Widerstand und Feiern aus Tauber BIPoC Perspektive, die vierte Ausgabe der von Fabienne Mahwane für das Festival Black Berlin Black – Festivity kuratierten Diskussionsreihe Widerständiges Feiern.