Harald Kisiedu ist Musikwissenschaftler, Autor und Saxofonist. Er promovierte in Historischer Musikwissenschaft an der Columbia University, New York. Zu seinen Interessensschwerpunkten zählen Jazz als globales Phänomen, klassische und experimentelle Musik der afrikanischen Diaspora, Musik und Politik, Improvisation und Wagner. Er unterrichtete an der Hochschule für Musik und Theater „Felix Mendelssohn Bartholdy“ Leipzig, der Hochschule Osnabrück und dem British and Irish Modern Music Institute in Hamburg. Als Saxophonist trat Kisiedu unter anderem mit Branford Marsalis, George E. Lewis, Henry Grimes, Hannibal Lokumbe und Champion Jack Dupree auf. Kisiedu hat Aufnahmen mit dem von Greg Tate geleiteten New Yorker Ensemble Burnt Sugar, the Arkestra Chamber und dem Komponisten und Improvisator Jeff Morris gemacht. Er ist Autor von European Echoes. Jazz Experimentalism in Germany, 1950–1975 (2020) und Mitherausgeber (mit George E. Lewis) von Composing While Black. Afrodiasporische Neue Musik heute (2023). Am Ballhaus Naunynstraße war er einer der Gäste in Jean-Paul Bourellys transdiziplinärem Music-Jam Polyphonic. Inside the Color of Soul (2022); im Rahmen des Festivals Black Berlin Black – Festivity lädt er im Januar 2026 mit Eurico Ferreira Mathias zum Lecture-Konzert Afrodiasporische Neue Musik: Enriching the cultural life of the community at large.