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12.02.2015 20:00 Literarische Topografien des Kolonialismus

Dienstag, 22.09.2020

Bis Ende Februar präsentiert die Reihe Lesungen und anschließende Rundtischgespräche mit afrikanisch (­diasporisch)en Autor_innen im Dialog mit Akademiker_innen verschiedener Disziplinen.

1884-2014: Neue alte Grenzen?
Afrikanisch-diasporische Literaturen & Identitäten im 21. Jahrhundert
Afrikanisch(-diasporisch)e Autor_innen gehören zweifelsohne zu jenen, auf deren Biografien die Attribute „transnational“ und „transkulturell“ ausgeprägt zutreffen. Die Genesen ihrer jeweiligen Communities sind Teil des globalen Phänomens grenzüberschreitender Bewegungen von teils erzwungener, teils frei gewählter Migration, die seit dem 15. Jahrhundert weltweit – sich überschneidende – afrikanische Diasporas geschaffen haben.
Der europäische Kolonialismus in Afrika seit 1884 begründete insbesondere in Europa wiederum Communities jüngeren Datums. Und was in den 1940/50er Jahren das Nachkriegs-Paris so anziehend für viele afrikanisch-amerikanische Künstler_innen und Intellektuelle machte, scheint heute durch Berlin gegeben zu sein, das insbesondere für kosmopolite Schwarze Kreative attraktiv ist. Doch die Globalisierung hält nicht für alle das gleiche afropolitane Versprechen von Mobilität und Selbstverwirklichung bereit. Im Rahmen der Abschlussveranstaltung der Literaturreihe „Literarische Topografien des Kolonialismus“ wird ein Blick auf unterschiedliche zeitgenössische afrikanische Narrative um Flucht, Migration und Transnationalität geworfen und im Gespräch das Feld der unterschiedlichen Erfahrungen, Selbstverständnisse und Selbstverortungen kartiert.

Kuratiert von Nadja Ofuatey-Alazard

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