The logo of the post-migrant theatre Ballhaus Naunynstraße: a drawing of a dog’s head in profile, showing its teeth with its tongue hanging out. Next to the dog’s open mouth is a red star.

Ballhaus Naunynstraße

Zwei Frauen und zwei Männer stehen zusammen. Die Schwarze Frau steht ganz vorn, die anderen seitlich hinter ihr. Sie schauen frontal und ernst direkt die Betrachtenden an. Die leger getragenen Hemden und Hosen sind in Pastelltönen aufeinander abgestimmt.
Ein weißer Mann und eine Schwarze Frau stehen, vor ihnen hockt eine weiße Frau und sitzt ein Schwarzer Mann, ihre Schultern berühren sich jeweils. Die pastellfarbene, seriös geschnittene Kleidung tragen sie alle leger. Sie blicken direkt nach vorne den Bildbetrachtenden entgegen.
Ein Schwarzer Mann sitzt auf einem Holzstuhl, er blickt direkt den Bildbetrachtenden entgegen. Auch der Boden und die Wände sind mit Holz verkleidet, Tageslicht fällt durch eine Balkontür im Hintergrund.
In einem dunklen Bühnenraum bewegen sich zwei Menschen auf erdigem Boden: ein Schwarzer Mann in einem roten Overall mit großen Farbklecksen steht aufrecht, eine Schwarze Tänzerin in weißer Bluse ist mitten in der Bewegung, leicht nach vorne gebeugt und mit einem Arm ausholend, als würde sie etwas aufheben.
Der Mann läuft auf uns als Bildbetrachtende zu und öffnet den Reißverschluss seines Maler-Overalls mit beiden Händen. Er trägt Schuhe. Die Tänzerin in weißer Bluse und beiger Hose läuft barfuß nah vor ihm vorbei. Sie schauen sich nicht an, obwohl der Abstand gering ist.
Die Tänzerin hält hoch über ihrem Kopf mit beiden Händen dunkle Erde, die sie in die weit geöffneten Hände des Mannes rieseln lässt, der vor ihr kniet. Der Mann trägt jetzt ein weißes Hemd und eine dunkle Weste. Der Maler-Overall liegt seitlich vor ihnen.
Der Mann kniet am Boden und schiebt Erde mit seinen Händen zusammen. Weit hinter ihm macht die Frau auf der Erde balancierend eine Standwaage: Ein Bein am Boden, das andere gerade nach hinten; ein Arm nach hinten, den anderen nach vorne ausgestreckt.
Zu dem Mann im Maler-Overall und der Tänzerin kommt eine zweite, weiße Frau. Der Mann kniet am Boden, den Blick nach unten gerichtet. Die zweite Frau schleicht sich von hinten grinsend an ihn heran. Die Schwarze Frau steht hinter ihnen und beobachtet ernst das Geschehen.
Die Schwarze Frau flüstert dem Schwarzen Mann mit vorgehaltener Hand etwas ins Ohr. Er beugt sich leicht zu ihr, während sein Blick in die Ferne gerichtet ist.
Der Mann hat wieder den Maler-Overall an. Er steht. Die weiße Frau steht seitlich von ihm und blickt ihm an. Sein Gesicht ist abgewandt, die Armen verschränkt. Von der Dunkelheit im Hintergrund fast versteckt, steht die Schwarze Frau abgewandt da.
Zu dem Schwarzen Mann im Maler-Overall und der Schwarzen Tänzerin kommt ein weißer Mann in Anzug. Während die beiden Schwarzen Protagonisten stehen, robbt der Neuankömmling über den Boden. Er stützt sich mit beiden Händen und Füßen in der Erde ab. Sein Gesichtsausdruck ist freudig. Die Frau und der Mann stehen hinter ihm und blickt sich ernst an.
Der Mann im Anzug steht mit einem Arm nach oben ausgestreckt, mit dem anderen drück er sich eine große Ledertasche an die Brust. Der Schwarze Mann etwas weiter hinter ihm blickt ihn fragend an. Die Tänzerin steht beobachtend noch weiter hinter den beiden.
Die Schwarze Tänzerin macht ein Standspagat. Ein Bein am Boden, das andere hält sie mit einer Hand hoch neben ihrem Kopf fest. Ihr Blick ist auf ihr senkrecht erhobenes Bein gerichtet.
Die weiße Frau läuft, etwas erzählend auf und ab, mit dem Rücken zu dem weißen Mann in Anzug, der sie beobachtet und ihr zuzuhören scheint.
Ein weißer Mann und eine weiße Frau, in Abendgarderobe stehen sich mit einem großen Abstand auf der erdigen Bühne gegenüber und schauen sich an. Der Mann zeigt lächelnd mit einem Finger auf sie. Die Frau erwidert das Lächeln mit gefalteten Händen und gehobenem Kinn.
Der weiße Mann im Anzug verschüttet Pulver, das sich in einer weißen Wolke durch die Luft bewegt und in Krümeln auf dem dunklen Erdboden liegt. Der Schwarze Mann kniet vor ihm, streckt eine Hand aus und schaut ihn und die Wolke zwischen ihnen an. Die Tänzerin liegt mit dem Gesicht nach unten am Boden neben ihnen.
Der Schwarze Mann blickt seine weiß verschmierte Hand an, in der Luft ist noch eine Wolke weißen Pulvers. Weißen Krumen liegen am Boden. Im Hintergrund, fast völlig von ihm verdeckt, steht der weiße Mann. Daneben liegt die Tänzerin mit dem Gesicht nach unten am Boden.
Der Schwarze Mann steht mit weißen Spuren an den weit geöffneten Händen da. Auf seiner dunklen Hose sind weiße Handabdrücke. Er wendet sein Gesicht von dem weißen Mann im Anzug ab. Der weiße Mann schaut stolz und selbstgefällig in seine Richtung. Auf seiner Hose und seinen Schuhen weiße Krümel. Hinter ihnen liegt die Tänzerin mit dem Gesicht nach unten am Boden.
Der Schwarze Mann steht aufrecht mit halb ausgezogenem und an der Hüfte zusammengeknotetem Maler-Overall. Mit großem Abstand hinter ihm steht die Schwarze Tänzerin. Seine Aufmerksamkeit ist in die Ferne nach vorne gerichtet, ihre direkt auf ihn.
Theater

AESTHETICS OF COLOR ‒ EIN KAMMERSPIEL

by Toks Körner

Next performance:

  • Wed 2026-10-21, 20:00
    Admission: €14 / €8 Tickets

in German with English subtitles

– Please note that strobe lighting is used during the performances!

 

Samo is a visual artist. He has skillfully managed to let his works speak for themselves. As a person has not appeared in public until now. But his works are celebrated.

But the pressure is rising, journalists and art brokers smell a story, they are moving closer. Showing his face would be a sensation, a spicy story, a price increase ‒ at least that’s the expectation. But Samo hesitates. Because the price he would have to pay could be high, threatening his existence. A race for self-determination and the prerogative of interpretation, a forced performance for the right to one’s own image begins.

Aesthetics of Color ‒ ein Kammerspiel shows an artist and his strategy to survive in a white market. Black visual artists are selling, they seem to be part of the worldwide circulation of art at biennials and fairs. A new hype in the whitewashed art world! But what do they produce? What spaces do the liberal arts offer? Who can assert themselves in them and how? And what is the price you have to pay if you expose yourself to the free art market in the White Cube?

For his drama, Aesthetics of Color ‒ ein Kammerspiel, Toks Körner was inspired by protagonists of the Berlin art scene, with numerous interviews forming the point of departure. It is an examination of the mechanisms of the cosmopolitan scene, in which autonomy, creativity and freedom are central values. It is a sharp analysis of the projections placed on works and artists in the name of art criticism. It is a contemporary, self-determined representation of a Black artist in the medium of theatre. Here, with the production of Aesthetics of Color ‒ ein Kammerspiel, the battle for recognition, dignity and livelihood, often fought alone, is provided with a space, a theatrical form, an audience.

The actor and screenwriter Toks Körner wrote his first theatre play in 2017: Walking Large. The production of the same name (director: Atif Mohammed Nor Hussein) at Ballhaus Naunynstraße was nominated for the Monica Bleibtreu Prize and invited to the Privattheatertage 2018. Aesthetics of Color is the second drama written by him and his debut as a director.