Das Logo vom postmigrantischen Theater Ballhaus Naunynstraße: Eine Zeichnung von einem Hundekopf im Profil, der seine Zähne zeigt und die Zunge heraushängen lässt. Neben der geöffneten Schnauze des Hundes ist ein roter Stern.

Ballhaus Naunynstraße

Mit geschlossen Augen hält eine Schwarze Person beide Hände an den Hinterkopf. Über den Kopf, das Gesicht, die Hände und die Oberarme sowie den nackten Oberkörper läuft goldene Farbe.
Eine Schwarze Person mit goldener Farbe im Gesicht und auf dem Körper schaut ernst nach vorne. Die goldene Farbe bedeckt ein Auge, mit dem anderen schaut sie direkt die Betrachtenden an. Die Schwarze Person hält die Hände vor den Bauch, die rot lackierten Nägel berühren sich.
Eine Schwarze Person befindet sich mitten in der Bewegung. Im Hintergrund steht ein blau-silbernes, unkenntliches Objekt. Oben ragt ein Viereck ausgeschalteter Scheinwerfe ins Bild, deren Schatten auf dem Boden ein Muster aus Kreisen und Linien bilden. Die Schwarze Person tanzt über dieses Muster. Die freie Hand ist nach vorne gestreckt und hält einen rauchenden Holzstab.
Eine Schwarze Person zieht eine verknotete Frischhaltefolie auseinander. Dafür streckt sie eine Hand über den Kopf und die andere auf Brusthöhe neben dem Körper kraftvoll auseinander.
Eine Schwarze Person kniet nur mit Unterhose bekleidet am Boden und senkt den Oberkörper nach hinten, der Blick ist direkt nach vorne gerichtet. Die Szene ist in goldenes Licht getaucht, das starke Schatten auf den Körper wirft.
Eine Schwarze Person hält mit beiden Händen eine Krone aus Kerzen vor sich. Von den Kerzen steigt noch Rauch auf. Auf den nackten Schultern der Schwarzen Person sind schwarze Wachstropfen.
Performance

BECOMING MY BODY

von Bishop Black

(auf Englisch)

Ist da ein Raum, in dem andere Kräfteverhältnisse herrschen? Ein anderes Universum, Multiversen, ein gleichzeitiges Drehen mit verschiedener Richtung und Geschwindigkeit im Omniversum?

Diese Welt ist starr, sie wird starrer. Die zunehmende Wirkmacht rechtsradikaler, nationalistischer Positionen verhärtet die binären, christlich und weiß dominierten Ordnungen. Die Bewegung muss beginnen, beschleunigt, Wärme verbreiten. Sie hat schon begonnen, ohne Anfang und Ende. In andere Multiversen.

Bishop Black sucht die Dekolonisierung. Bewegung für Bewegung, Bild für Bild, Wort für Wort arbeitet Bishop Black gegen den alten Mythos von „Am Anfang war die Reinheit“. Mit jedem Soundlayer und jeder Muskelbewegung sucht they dem Druck der alten polaren Achsenmächte von sexual identity und racial identity zu widerstehen und das Gravitationsfeld zu einem dritten, offenen, unbekannten Pol zu öffnen.

Becoming My Body ist der Weg wider die Kolonisierung durch Sexualitätskonzepte und Fashion, durch eurozentrische Kosmologie und Epistemologie. Becoming My Body ist ein performatives, getanztes, synthetisches Schreiten zu einem Raum, in dem andere Kräfteverhältnisse herrschen, Bishop Blacks Einladung in deren Multiversen.

Mit Becoming My Body zeigt Bishop Black die erste abendfüllende Soloperformance – als Bündelung der eigenen Strategien in Video, Sound, Tanz, Dragshow und Performance.

Pressestimmen:

„Man sieht Bishop Blacks Schmerz, die Wunden der Vergangenheit, aber auch Freude, seine persönliche Geschichte und Gegenwart.“ (taz, Januar 2020)

„Bishop Black sees the body as a palimpsest: a manuscript constantly inscribed upon and rewritten by its surroundings and onlookers. As a queer person of colour, Black seeks to escape from the matrix of white, Christian identity. In Becoming My Body, his first full-length performance and solo piece for Ballhaus Naunynstrasse, the British performer embarks upon a torturous attempt to free himself from these objectifying conditions…“ (Exberliner, Januar 2020)