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Performance Postcolonial Poly Perspectives

BECOMING MY BODY

von Bishop Black

Die Ordnung, in der wir uns bewegen, ist starr. Sie weist den Körpern ihren Ort und ihre Funktion zu, sie führt den Blick, das Urteil, die Lust, die Erregung. Die Matrix ist weiß, christlich, binär, starr.

Bishop Black ist die Bewegung, die Ausdehnung, die Erweiterung seines Raums. Er sucht den Körper aus den Haltegriffen der Matrix zu lösen, aus der Zurichtung des sexualisierenden, kolonisierenden Blicks. Was er isst, wie er sich kleidet, wie er sich bewegt, alles wird genutzt, um dein eigenen Körper in Anschlag zu bringen.

Bishop Black treibt die Dekolonisierung voran; Bewegung für Bewegung, Bild für Bild, Wort für Wort arbeitet er gegen den alten Mythos von Am Anfang war die Reinheit. Mit jedem Soundlayer, jedem Videolayer und jeder Muskelbewegung. Mit jedem Satz widerspricht er dem Druck der alten polaren Achsenmächte von sexual identity und racial identity und öffnet das Gravitationsfeld zu einem dritten, offenen, unbekannten Pol.

Becoming My Body ist der Weg wider die Kolonisierung – sei es in und durch Sexualitätskonzepte und abgeleitete Fashion, sei es durch die eurozentrische Kosmologie und Epistemologie. Becoming My Body ist ein 
performatives, getanztes, synthetisches Schreiten zu einem Raum, in dem andere Kräfteverhältnisse herrschen, Bishop Blacks Einladung in seine 
Multiversen.

 

Pressestimmen:

„Man sieht Bishop Blacks Schmerz, die Wunden der Vergangenheit, aber auch Freude, seine persönliche Geschichte und Gegenwart.“ (taz, Januar 2020)

„Bishop Black sees the body as a palimpsest: a manuscript constantly inscribed upon and rewritten by its surroundings and onlookers. As a queer person of colour, Black seeks to escape from the matrix of white, Christian identity. In Becoming My Body, his first full-length performance and solo piece for Ballhaus Naunynstrasse, the British performer embarks upon a torturous attempt to free himself from these objectifying conditions…“ (Exberliner, Januar 2020)