Das Logo vom postmigrantischen Theater Ballhaus Naunynstraße: Eine Zeichnung von einem Hundekopf im Profil, der seine Zähne zeigt und die Zunge heraushängen lässt. Neben der geöffneten Schnauze des Hundes ist ein roter Stern.

Ballhaus Naunynstraße

Plakatfoto des Ballhaus Naunynstraße: Drei Schwarze Frauen stehen vor weißem Hintergrund dicht beieinander. Sie blicken lächelnd direkt in die Kamera. Alle drei tragen helle Oberteile mit Steh-Krägen. Der Bildausschnitt zeigt sie bis zum Oberkörper.
Plakatfoto des Ballhaus Naunynstraße: Drei Schwarze Frauen befinden sich in einem weißen Raum. Zwei stehen aufrecht nebeneinander, die Dritte sitzt vor ihnen am Boden. Sie blicken freundlich nach vorne. Ihre Kleidung ist in Weiß-, Grau-, Ocker- und Brauntönen gehalten.
Ein weiß ausgehängter Bühnenraum, das Licht ist sehr reduziert, schattig. Hellere Lichtstreifen bilden Wellen auf dem Boden, auf dem verschiedenförmige Gefäße oder Vasen verteilt sind. Rechts hinten liegen drei Schwarze Personen zusammengekrümmt in der Mitte einer hellen welligen Lichtprojektion am Boden.
Der mit weißen Stoffbahnen eingefasste Raum ist in dunkelblaues Licht gehüllt. Drei Schwarze Frauen sind in einem matten Lichtkegel: Die beiden links knien, zur Seite gebeugt, mit den Händen am Boden. Die Frau rechts neben ihnen steht, kehrt ihnen den Rücken zu. Sie schaut nach oben, ihren Kopf in den Nacken gelegt.
Drei Schwarze Frauen, verteilt in einem hellen Bühnenraum. Die Frau links vorne ist mitten in einer schwungvollen Bewegung mit weit ausgebreiteten Armen, die Frau hinten in der Mitte bewegt sich in einer Kreisbahn auf sie zu. Die Frau rechts vorne breitet ihre Arme aus. Alle drei drehen ihren Körper in Richtung der Raummitte.
In einem goldenen Lichtspot drehen sich drei Schwarze Frauen in einer Reihe hintereinanderstehend. Sie haben ihre Arme ausgebreitet und ihre weißen Kleider und langen schwarzen Haare fliegen durch die Luft. Vor ihnen stehen drei Tongefäße am Boden.
Drei Tongefäße stehen in einem gelb-schummrigen Bühnenraum, links über ihnen ist eine Nebelwolke. Drei Schwarze Frauen in weißen, weiten Kleidern bewegen sich mit nach vorne ausgestreckten Armen rückwärts von den Tongefäßen weg.
Ein hellgelb ausgeleuchteter weißer Bühnenraum, in dem mittig drei Schwarze Frauen in langen weißen Kleidern in einer Reihe nebeneinander nach vorne laufen. In gestreckter, aufrechter Haltung schauen sie nach vorne.
Drei Schwarze Frauen gehen in einer Reihe nebeneinander nach vorne. Sie tragen je ein Tongefäß in ihren Händen vor sich. Um sie herum in den Ecken des Raumes stehen weitere Gefäße. An die Rückwand und die Seitenwände sind organische, ineinanderfließende Muster in grünen, blauen und lila Farbtönen projiziert.
Zwei Schwarze Frauen laufen in einem weißen Bühnenraum nach links vorn, sie tragen verschiedenfarbige und -förmige Tongefäße. Mittig im Hintergrund steht eine dritte Schwarze Frau, die ein Tongefäß vor sich hält. In allen Ecken des Raumes stehen weitere Tongefäße.
Drei Schwarze Frauen in weißen Kleidern sitzen in einer Reihe vor verschiedenfarbigen und -förmigen Schüsseln und Bechern, die mit Wasser gefüllt sind. Die Frau in der Mitte wäscht sich mit dem Wasser, die beiden neben ihr blicken in die Ferne.
In einem bläulich kühl ausgeleuchteten Raum bewegen sich links hinten zwei Schwarze Frauen; es sind weiche fließende Bewegungen, die Hände leicht erhoben, die Oberkörper nach hinten gelehnt. Um sie herum stehen im Raum verteilt verschiedenfarbige und -förmige Tongefäße.
Vorne im Zentrum steht in einem weißen Bühnenraum eine Schwarze Frau in einem langen weißen Kleid. Ihr Gesichtsausdruck ist ruhig, geschlossen; sie hält einen Tonbecher in ihrer rechten Hand vor ihrer Brust. Weit hinter ihr tanzen zwei weitere Schwarze Frauen in weißen langen Kleidern mit ausholenden Bewegungen und schöpfenden Händen.
In einem weißen Bühnenraum sind drei Lichtkreise diagonal nebeneinander. Jeweils eine Schwarze Frauen ist in einem weißen Lichtkegel. Die Frau links sitzt am Boden, mit dem Kopf im Nacken, eine Hand auf der Brust. Die Frau in der Mitte, halb stehend, dreht sich mit tief nach vorne gebeugtem Oberkörper. Die Frau rechts steht mit nach hinten gebeugtem Oberkörper. Auf dem weißen Boden stehen mehrere Tongefäße in verschiedenen Blautönen.
Eine Schwarze Frau, mittig im Bild, mit seitlich ausgebreiteten Armen scheint mitten in der Vorwärtsbewegung zu stoppen. Rechts im Hintergrund läuft langsam die zweite Frau.
Mittig in einem weißen Bühnenraum tanzen drei Schwarze Frauen in einer kreisförmigen Formation. Sie machen ausladende Bewegungen mit den Armen, ihre weiten weißen Kleider und langen Haare schwingen durch die Luft.
Ein dunkler Raum: Mattes, bläuliches Licht fällt wie durch ein Fenster in die Mitte des Raumes und strahlt bis an den rechten Bühnenrand. Dort liegen drei Personen mit leicht angezogenen Beinen hintereinander am Boden. Eine Nebelwolke schwebt mittig in der Luft.
Ein weißer Bühnenraum, in dem mittig drei Schwarze Frauen in weißen Kleidern nebeneinanderstehen. Sie schauen fasziniert und bewundernd durch den Raum, auf dessen Wände hellgelbe und lilafarbene, sehr fließende, organische Muster projiziert sind.
Wie ich werde, wie ich sein will Tanz

Caminhos das Águas – Unaufhaltsames Fließen

von Fernanda Costa

Mit Neubesetzung

Das Meer ist ein großer kollektiver Spiegel. Tausend Flüsse, Bäche und Rinnsale ergießen sich darin. Sie bahnen sich tanzend ihre Wege, umfließen Steine, unterspülen Bauten. Wasser werden gestaut, bis sie über das Hindernis hinwegsteigen oder die Barrieren niederreißen. Selbst dem Rinnsal haftet etwas Unaufhaltsames an. Wir sehen uns darin, verflüssigt. Wasser ist der älteste der futuristischen Spiegel.

Die Tänzerin und Choreografin Fernanda Costa sucht in Caminhos das Águas – Unaufhaltsames Fließen nach neuen selbstbestimmten Bildern für Schwarze Frauen*. Das weiße binäre Denken teilt die Welt in Gegensätze, in sich gegenüberstehende Wertigkeiten. Die herrschende Ordnung ist zurichtend und abwertend, bis die Selbstbilder wertlos sind. Gemeinsam mit drei Schwarzen Tänzerinnen* arbeitet die Choreografin an der Verflüssigung – der Kategorien, der Bewegungen, der Spiegelbilder. Und an einer veränderten Beziehung von Innen und Außen. Schließlich sind wir Wasser, zum Großteil zumindest. Vielleicht ist der Körper ein Aggregatzustand wie Eis und Dampf und wie diese eine Bedrohung für statische Strukturen.

Caminhos das Águas – Unaufhaltsames Fließen ist Teil der Tanzreihe Wie ich werde, wie ich sein will am Ballhaus Naunynstraße, in der drei Schwarze Choreografinnen nach den wichtigen Inspirationen, Solidaritäten und Verbindungen für die Stärkung selbstbestimmter Schwarzer Weiblich*keiten fragen. Es ist Fernanda Costas Choreografie-Debüt am Ballhaus Naunynstraße. Im Jahr 2025 ging Costa mit der Performance in Mexiko auf Tournee – und brachte die Produktion aus Kreuzberg auf die internationale Bühne.