– Bitte beachten Sie dass während der Performance Stroboskoplicht verwendet wird!
Auf Deutsch mit englischen ÜT
Porträtperformances sind ein Wagnis. Für das Theater und für die Künstler*innen. Das gilt auch für Profis. Und Maya Alban-Zapata ist Profi: Paris hat ihr den dramatischen Auftritt vermacht und Berlin ihr ’ne große Klappe geschenkt. In der Schauspielschule lernte sie Fechten, der Alltagsrassismus lehrte sie Kämpfen und im Showbusiness setzte sie sich durch, um von Musical bis zum Opening act von Mika so ziemlich alles zu genießen. Auf den deutschen Bühnen misst sie sich mit den großen Namen und als Mutter zweier Kinder weiß sie, dass um die Zukunft gerungen wird. Nichts ist geschenkt.
Wenn man Glück hat, wächst man daran. Wenn man Bezüge hat, die einen wachsen lassen: avantgarde Großmütter, temporäre Väter, musikalische Vorbilder, kosmopolitische Umfelder, afrodiasporische Netzwerke. Wenn mensch Menschen hat, die very special sind und einen stärken. Kann man über Verbindungen ein Solo machen? Maya Alban-Zapata trägt den Bindestrich, der für die Diaspora so entscheidend ist und Afro und Berlinerin verbindet, sowie Kunst und Widerstand und A und Z, bereits im Namen. Nun ist sie das Wagnis eingegangen: Someone Very Special – es ist eine Art Teilchenbeschleuniger zur Demonstration der galaktisch-feministischen Kraft des Bindestrichs geworden.
Mit der Reihe PORTRÄT, in der Künstler*innen sich und ihre Arbeit vorstellen, unterbricht das Ballhaus Naunynstraße die übliche Produktionsweise. Hier zählt nicht das Rollenprofil, das, was man schon immer gemacht hat, weil Regisseur*innen und Produzent*innen das „in“ einem sehen, sondern das, was man selbst erzählen will. PORTRÄT bietet den Raum, sich, die Talente, die eigenen Künste und das, was einem wirklich wichtig ist, zu zeigen. PORTRÄT ist die Einladung an das Publikum, Künstler*innen zu begegnen und die Komplexität ihrer Kunst zu erleben.