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Postcolonial Poly Perspectives Performance

SONUS ‒ THE SOUND WITHIN US

Lecture Performance von meLê yamomo

(in englischer Sprache)

Performance: 25.10.2019, 20 Uhr

Was ist der Klang der Erinnerung? Wie hören wir die Erinnerung, die Vielfalt der Erinnerungen, die Vielfalt der Historien? Der Klang der Geschichten ist kurzlebig. Und doch beständig.

Elektronische Musik, Klavier, Lecture-Performance: In sonus ‒ the sound within us lädt der Performancekünstler und Klangwissenschaftler meLê yamomo uns, das Publikum, ein, in das Gefühl seiner Heimatstadt aus Kindheitstagen und in den Soundtrack seiner Jugend einzutauchen. Er verknüpft seine Geschichte mit der Geschichte des Imperialismus und der Migration subalternisierter Musiker*innen. Er lenkt unser Ohr, bis ein kaum beachteter Sound wahrnehmbar wird: Wir hören den lokalen Wiederhall einer globalisierten Geschichte, die Durchdringung von individueller Erinnerung und translokalen Geschichten, die Migrationen des Klangs und seine vielfache Neuverortung.

Ausgehend von einigen Überlegungen in seinem Buch Sounding Modernities lässt meLê yamomo hier, auf der Bühne, den kolonisierten Körper als Archiv der klanglichen Erinnerung und Geschichten erscheinen. Hierfür berichtet er von seiner Reise, von seinen Begegnungen mit postmigrantischen Künstler*innen und Wissenschaftler*innen und mit dem, was in kolonisierten Körpern an Klang archiviert ist. Und er präsentiert Sound. Denn in Musik und Sprache verfängt sich am stärksten die klingende Sehnsucht philippinischer Zuwander*innen in Europa. Gerade die Kurzlebigkeit des Klangs und die Flüchtigkeit der stimmlichen Äußerung rufen die Erinnerung wach und zeigen so das Körperarchiv in seiner alltäglichen und politischen Bedeutung, in seiner vielfach widerständigen Wucht.

Nach seiner Performance Echoing Europe ‒ postcolonal reverberations in Zusammenarbeit mit Pepe Dayaw ist sonus ‒ the sound within us die zweite Arbeit des Performancekünstlers und Klangwissenschaftlers meLê yamomo am Ballhaus Naunynstraße.