In Arrival of the Village begibt sich die dokumentarisch arbeitende Choreografin Magda Korsinsky gemeinsam mit ihrem Team auf die Suche nach veränderten Beziehungen: Denn das alte Modell der heteronormativen Kleinfamilie bringt Rollen hervor, die oft isolieren, erschöpfen oder abhängig machen. Anerkennung, Lust, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung bleiben auf der Strecke. Und wie kann mensch Vorbild sein, wenn sich so vieles falsch anfühlt? Wie können wir Formen von Familie erweitern und kollektive Fürsorge, gemeinsame Verantwortung und wechselseitige Empowerment leben?
Der afrodeutsche Protagonist navigiert seinen Körper mit und gegen die vorgegebene Richtung. Sein eigener Körper ist der Einsatz, schließlich ist er formbar, von innen, von außen. Und die Gesellschaft, ist sie formbar?
Die Tänzerin und Choreografin Fernanda Costa sucht in Caminhos das Águas – Unaufhaltsames Fließen nach neuen selbstbestimmten Bildern für Schwarze Frauen*. Gemeinsam mit drei Schwarzen Tänzerinnen* arbeitet sie an der Verflüssigung – der Kategorien, der Bewegungen, der Spiegelbilder. Und an einer veränderten Beziehung von Innen und Außen.