Das Logo vom postmigrantischen Theater Ballhaus Naunynstraße: Eine Zeichnung von einem Hundekopf im Profil, der seine Zähne zeigt und die Zunge heraushängen lässt. Neben der geöffneten Schnauze des Hundes ist ein roter Stern.

Ballhaus Naunynstraße

Nächste Veranstaltungen

In einem weißen Raum stehen drei Schwarze Personen in einer Reihe beieinander und blicken nach vorne. Zwei von ihnen tragen lange Kleider, während die dritte einen kurzen Zweiteiler trägt. Markant sind die Schuhe: zwei tragen geschlossene Stiefel zu den luftig-leichten Kleidern. Gemeinsam blicken sie ernst nach vorne.

Aesthetics of Color ‒ ein Kammerspiel zeigt einen Künstler und seine Strategie in einem weißen Markt zu überleben. Schwarze bildende Künstler*innen haben Absatz, sie scheinen Teil der weltweiten Kunstzirkulationen aus Biennalen und Messen zu sein. Ein neuer Hype in der geweißten Kunstwelt! Aber was produzieren sie? Welche Räume bieten die freien Künste? Wer kann sich darin wie behaupten? Und was ist der Preis, den man zu zahlen hat, wenn man sich im White Cube dem freien Markt der Kunst aussetzt?

CYCLOPS

Performance von Zé de Paiva
28.-31.10.

Das Auge des Zyklopen ist rund - wie ein Kamera-Objektiv. Wer das Auge lenkt, herrscht!

Zé de Paiva lässt in seinem Regiedebut am Ballhaus Naunynstraße seine Erfahrungen als Schauspieler, Tänzer, Fotograf und Videokünstler zusammenfließen: In einer intermedialen Performance sucht er - gemeinsam mit der Tänzerin Nasheeka Nedsreal - die postkoloniale Bildordnung zu verzerren.

Amigues Adios

Theater von Bishop Black
07.-10.11.

Sie kamen aus Neugier, denn die Stadt war ein Versprechen. Einige suchten hier Zuflucht vor der Gewalt patriarchaler Gesellschaften, denn Berlin versprach ihnen Freiheit, die Möglichkeit des freien Selbstentwurfs. Oder schufen die, die da kamen, dieses vielversprechende Berlin?
In Amigues Adios von Bishop Black begeben sich fünf Performer*innen auf die Suche nach dem Versprechen Berlins, nach der Freiheit des Zusammenseins und zum Ort für ein Leben jenseits der konservativen Grenzen von sexual identity und racial identity.

 

Uraufführung

Into the Chronosphere

Theater von Sisi Bo’wale
21.-25.11.

In Into the Chronosphere verweben Sisi Bo’wale und sein Team, Performance, Musik, Poesie und psychodelische Bilder zu einer augenzwinkernden, queeren, afrofuturistischen Collage. Im Zentrum stehen die Bedeutung von Zeit und der Versuch der Protagonist*innen, diese aus ihrer kolonialen, auf Verwertung zielenden Linearität zu lösen.

Gira

Porträtperformance Natasha Vergilio
03.-06.12.

Der Körper ist das Medium, um in immer neue Welten vorzudringen. Der Körper ist unterdrückt, der Körper ist frei. Natasha Vergilios Kunst besteht darin, mit der Fliehkraft der eigenen Körperbewegung in neue Räume vorzustoßen, für sich und für andere – nun zeigt sie Gira, ihre Porträtperformance am Ballhaus Naunynstraße!

Anti-Opfer

Buchvorstellung von Alice Hasters
27.11.

Alice Hasters hat sich in ihrem dritten Buch die Entwicklung des Begriffs „Opfer“ und damit die Verschiebung des Diskurses angeschaut: Denn immer häufiger sind mit dem Begriff „Opfer“ nicht Menschen gemeint, denen Unrecht widerfahren ist, sondern solche, die die Harmonie stören, die als verweichlicht gelten, die andere herunterziehen oder sich über sie stellen wollen. Härte gegen andere gilt zunehmend als erstrebenswert – und während an Opfer unmenschlich hohe Ansprüche gestellt werden, verändern mächtige Bündnisse patriarchaler Komplizenschaft unsere Welt zum Schlechteren.

Auf meinen Schultern

Tanzperformance von Raphael Moussa Hillebrand
11.-14.12.

Ausgehend von seiner Erfahrung, im Berlin der 1980er und 90er Jahre aufgewachsen zu sein, unternimmt der Tänzer und Choreograf Raphael Moussa Hillebrand den Versuch, die eigene Lebenserfahrung in eine Form zu bringen, so dass die nächste Generation und das eigene Kind daran anknüpfen können.

Arrival of the Village

Performance von Magda Korsinsky
19.-22.12.

In Arrival of the Village begibt sich die dokumentarisch arbeitende Choreografin Magda Korsinsky gemeinsam mit ihrem Team auf die Suche nach veränderten Beziehungen: Denn das alte Modell der heteronormativen Kleinfamilie bringt Rollen hervor, die oft isolieren, erschöpfen oder abhängig machen. Anerkennung, Lust, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung bleiben auf der Strecke. Und wie kann mensch Vorbild sein, wenn sich so vieles falsch anfühlt? Wie können wir Formen von Familie erweitern und kollektive Fürsorge, gemeinsame Verantwortung und wechselseitige Empowerment leben?

Festivals

Pressestimmen

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Das "einzige Schwarze Theater Deutschlands" schafft einen Raum, in dem marginalisierte und ausgegrenzte Menschen ihre eigenen Geschichten erzählen können. Schwarze und queere Perspektiven stehen dabei im Vordergrund. 2023 wurde das Berliner Ballhaus Naunynstraße mit dem Theaterpreis des Bundes ausgezeichnet. Für Intendant Wagner Carvalho ist es in Zeiten wie diesen aber vor allem eins: ein Ort des Widerstands.

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Er [Wagner Carvalho] ist seit 2013 Intendant und macht das Haus zu einem Ort der Schwarzen und Queer Künstler*innen. Auf den Flyer tauchen manche Gesichter immer wieder auf. Er verfolgt einer kontinuierliche Arbeite mit ihnen oft von der ersten Inszenierung bis zum großen Erfolg.

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The four performers [von WERDEN], Jana Falcon, Millie Engono, Kuloued Marohn and Turending Stelkens, all of them Black FLINTA*s, burst into a cheerful dance after Marohn says, “I am glad we have each other.” Throughout the piece, the performers depict what a healthy community can look like: They listen to one another kindly and intently. They encourage one another to exist as they are and to take pride in their individual and collective presence.

 

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Tanzschreiber, 17.12.2023
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(...)Besonders prägend dabei ist die transgenerationale Verbindung mit den Ahnen, die performativ erzeugt wird und die zeigt, dass der postkoloniale Kampf immer auch ein Kampf gegen die Verdrängung subalterner Erfahrungen und Geschichten ist. In anderen Worten, nur in dem man eine vitale Verbindung zu den Ahnen herstellt, kann auch eine andere Zukunft zu Stande kommen. Wie Frantz Fanon es in seinem Buch Die Verdammten dieser Erde formulierte, die Gewalt gegen die Vergangenheit des Kolonisierten sei eine Gewalt gegen die Zukunft. Dagegen sind Projekte wie das Performanceporträt von Thiago Rosa zukunftsorientierte Erinnerungen, die den Körper gegen das Vergessen und die Bildlosigkeit der Schwarzen Geschichte mobilisieren.

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Raphael Hillebrand ehren wir [mit einem Deutschen Tanzpreis], weil er bei allem Charme und aller Offenheit ein Künstler durch und durch ist, der im Körper einen Motor erkennt, der die soziale Unwucht in unserer Gesellschaft nur durch Mut überwinden kann.

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Ballhaus Naunynstraße is one of the few (the only?) theatres in Germany that is committed to showing and supporting the perspectives of BIPOC and of those who identify as queer. It offers a strong impulse to development of postcolonial discourse and practices. Here, performance artist Nasheeka Nedsreal presents her first solo performance New Growth. 

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„The Melancholic Melody of the New Economy” zeigt einen unterhaltsamen Einblick in Berlins „Flagship”-Industrie.“

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„The Melancholic Melody of the New Economy“ ist ein eindringliches und visuell beeindruckendes Theaterstück, […] Die herausragende Leistung der Darsteller:innen, das stimmige Bühnenbild, Videodesign, Licht, Kostüm und der atmosphärische Sound und Musik machen das Stück zu einem einzigartigen Theatererlebnis.“

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The Melancholic Melody of the New Economy

„Das Bühnenpersonal spiegelt sich im Publikum: es ist ebenso divers, jung und kosmopolitisch wie die Akteure […] Einmal mehr fühlt das Ballhaus Naunynstraße mit dieser multiperspektivischen Uraufführung der Einwanderungsmetropole Berlin gekonnt und unterhaltsam den Puls.“

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Ute Büsing: „Divers, Jung, Kosmopolitisch“, September 2024
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Arrival of the Village:
"Am Premierenabend entsteht und entlädt sich ein Energiefeld, das man im Anschluss an die Performance noch bis nach Hause in sich trägt."

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