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The Homes We Carry

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Film von Brenda Akele Jorde

Deutschland, Mosambik und Südafrika – THE HOMES WE CARRY zeichnet das Porträt einer Familie, verteilt über drei Länder. Im Zentrum steht die afrodeutsche Sarah, die mit ihrer Tochter Luana ins Südliche Afrika reist. Denn hier lebt ihr Vater, und auch Luanas Vater erwartet sie. Luana soll andere Beziehungen zu ihrem Vater, ihrem Großvater, zu ihrer Familie in Mosambik und Südafrika haben können, als es Sarah als Kind möglich war. Denn damals zerfiel gerade eine Welt – ihr Vater Eulidio erinnert an die fast vergessene Geschichte der mosambikanischen DDR-Vertragsarbeiter. THE HOMES WE CARRY ist Brenda Akele Jordes Dokumentarfilmdebüt und Abschlussprojekt an der Filmuniversität Babelsberg Konrad Wolf.

Tickets gibt es hier.

Kommende Aufführungen:

  • Montag, 06.11.2023, 20:00
    Eintritt: 7€ / 5€ Tickets

Flight of the Canaries

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PREMIERE

Von Bishop Black

Flight of the Canaries ist Bishop Blacks vierte Arbeit am Ballhaus Naunynstraße und die Fortführung des künstlerischen Unterfangens, der Alltagserfahrung widerständige und selbstbestimmte Bewegungen entgegenzustellen: Aus Drag und Burlesque kommend sucht They in Performances der zwingenden Härte kolonialisierender Zuschreibungen von sexual identity und racial identity etwas entgegenzusetzen und einen Raum jenseits eurozentrischer Kosmologie und Epistemologie zu kreieren. Und doch ist es Bishop Blacks Debut – als Regisseur*in.

Tickets gibt es hier.

Kommende Aufführungen:

  • Freitag, 17.11.2023, 20:00
    Eintritt: 14€ / 8€ Tickets
  • Samstag, 18.11.2023, 20:00
    Eintritt: 14€ / 8€ Tickets
  • Sonntag, 19.11.2023, 19:00
    Eintritt: 14€ / 8€ Tickets
  • Montag, 20.11.2023, 20:00
    Eintritt: 14€ / 8€ Tickets
  • Dienstag, 21.11.2023, 20:00
    Eintritt: 14€ / 8€ Tickets

Wagner Carvalho und Naê Selka de Paiva sprechen bei der Preisverleihung

©Zé de Paiva

„Wir sind glücklich über die Auszeichnung – über die Auszeichnung der Arbeit am Ballhaus Naunynstraße, die sich nun über mehr als ein Jahrzehnt erstreckt und sich – knapp umrissen – um Dekolonisierung und Intersektionalität, um die Sichtbarkeit von Schwarzen Menschen und People of Color, um Zugänge und gesellschaftliche Mitgestaltung, um die Erweiterung der Künste und um eine Veränderung der Gesellschaft mit Hilfe der Künste bemüht“.

Wagner Carvalho, künstlerischer Leiter und Geschäftsführer des Ballhauses Naunynstraße

„Als ich neun Jahre alt war, tanzte ich zum ersten Mal selbst im Ballhaus. In dem Stück geht es um das Verhältnis von schwarzen Kindern zu ihren weißen Großmüttern, die im Nationalsozialismus aufgewachsen sind… Die Bühne des Ballhaus Naunynstraße bietet People of Color und queeren Menschen einen Ort, an dem sie sich selbst und ihre Perspektiven präsentieren können“.

Naê Selka de Paiva, 14 Jahre alt und die jüngste Künstlerin des Ballhaus Naunynstraße

Um die vollständigen Reden zu lesen, klicke hier.

Das Ballhaus Naunynstraße erhält den Theaterpreis des Bundes 2023

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Das Ballhaus Naunynstrasse hat am 11.10.2023 den Theaterpreis des Bundes überreicht bekommen! Danke an Kulturstaatsministerin Claudia Roth und dem Internationalen Theaterinstitut – Zentrum Bundesrepublik Deutschland (ITI) in Kooperation mit dem Fonds Darstellende Künste e.V.

Mit diesem Preis würdigt die Bundesregierung die besonderen Leistungen kleinerer und mittlerer Theater in Deutschland. In der Kategorie „Privattheater und Gastspielhäuser“ ging die zweijährig vergebene Auszeichnung an das Chamäleon in Berlin, in der Kategorie „Freie Produktionshäuser“ an das LOFFT – DAS THEATER in Leipzig und in der Kategorie „Stadttheater und Landesbühnen“ an das Theaterhaus Jena. Den Theaterpreis des Bundes sprach die Jury uns, dem Ballhaus Naunynstraße, zu. In der Begründung heißt es:

Wagner Carvalho in seiner Rede:

„(…) Wir sind glücklich über die Auszeichnung – über die Auszeichnung der Arbeit am Ballhaus Naunynstraße, die sich nun über mehr als ein Jahrzehnt erstreckt und sich – knapp umrissen – um Dekolonisierung und Intersektionalität, um die Sichtbarkeit von Schwarzen Menschen und People of Color, um Zugänge und gesellschaftliche Mitgestaltung, um die Erweiterung der Künste und um eine Veränderung der Gesellschaft mit Hilfe der Künste bemüht.(…)

(…) Unsere Arbeit ist notwendig: Um Kolleg*innen auszubilden, zu vernetzen, Plattformen für die Erprobung von künstlerischen Sprachen und Formen zu schaffen, für die Begegnungen über gesellschaftliche Grenzziehungen hinweg, für das bereichernde Erlebnis und den Genuss. Theater ist notwendig als Spiegel – als kulturelle Praxis, gemeinsam unser Zusammenleben zu reflektieren – und als konkreter Beitrag, eine andere Gesellschaft zu bauen.(…)

 

Zu den Jurybegründungen geht es hier.

Die Rede von Jessica Weisskirchen bei den Theaterpreis des Bundes 2023

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„Nun möchte ich keine Anekdote erzählen, sondern ein kleines Geheimnis mit Ihnen teilen: Das Geheimnis Meines Schwarzen Unbehagens.

Momente, in denen ich mein Schwarzsein spüre, sind immer verbunden mit einem düsteren, dunklen Gefühl – ich nenne dieses Gefühl liebevoll dystopisch Mein Schwarzes Unbehagen.

Wenn ich es spüre, dann werde ich Teil eines kollektiven Schmerzes, der sich so anfühlt, wie ohnmächtig sein. Ich spüre es zum Beispiel, wenn in einer politischen Talkshow ein Politiker ganz unverblümt und selbstverständlich das N Wort ausspricht. Zugleich aber spüre ich die Kraft eines kollektiven Bewusstseins – eines Schwarzen kollektiven Wissensspeichers, einer Geschichte, deren Teil ich bin. Und so verbindet mich Mein Schwarzes Unbehagen oder separiert von Menschen, Dingen und Kontexten, es befähigt oder hindert mich – aber vor allem gehört Mein Schwarzes Unbehagen mit all seinen unerzählten Geschichten mir und ich möchte es lieben lernen, als Teil meiner Identität und einer kreativen Kraft. Deshalb möchte ich, Mein Schwarzes Unbehagen beschützt, gesehen und in all seinem Facettenreichtum erzählt wissen. Denn Geschichte bedeutet Identität und nur was erzählt wird, wird zur Geschichte. Und deshalb möchte ich dem Ballhaus Naunynstraße dafür danken, dass ihr Mein Schwarzes Unbehagen behaglich macht!“

Jessica Weisskirchen, Mitglied der Jury des Bundestheaterpreises 2023 in der Kategorie „Stadt- und Staatstheater“, der auch Nuran David Calis, Gunnar Decker und Anna-Katharina Müller angehören.

 

Um die Rede und die offizielle Jurybegründung in voller Länge zu lesen, hier klicken.

News-Archiv

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Pressestimmen

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(...)Besonders prägend dabei ist die transgenerationale Verbindung mit den Ahnen, die performativ erzeugt wird und die zeigt, dass der postkoloniale Kampf immer auch ein Kampf gegen die Verdrängung subalterner Erfahrungen und Geschichten ist. In anderen Worten, nur in dem man eine vitale Verbindung zu den Ahnen herstellt, kann auch eine andere Zukunft zu Stande kommen. Wie Frantz Fanon es in seinem Buch Die Verdammten dieser Erde formulierte, die Gewalt gegen die Vergangenheit des Kolonisierten sei eine Gewalt gegen die Zukunft. Dagegen sind Projekte wie das Performanceporträt von Thiago Rosa zukunftsorientierte Erinnerungen, die den Körper gegen das Vergessen und die Bildlosigkeit der Schwarzen Geschichte mobilisieren.

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Raphael Hillebrand ehren wir [mit einem Deutschen Tanzpreis], weil er bei allem Charme und aller Offenheit ein Künstler durch und durch ist, der im Körper einen Motor erkennt, der die soziale Unwucht in unserer Gesellschaft nur durch Mut überwinden kann.

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Ballhaus Naunynstraße is one of the few (the only?) theatres in Germany that is committed to showing and supporting the perspectives of BIPOC and of those who identify as queer. It offers a strong impulse to development of postcolonial discourse and practices. Here, performance artist Nasheeka Nedsreal presents her first solo performance New Growth

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