Das jetzige Ich ist das Ergebnis zahlreicher Entscheidungen und bewusster Veränderungen. Es war – trotz aller äußeren Zuschreibungen und Versuche der Fixierung – schon immer in Bewegung. Tanz ist das Medium, diese Veränderung zu zeigen. Heute bin ich eine Choreografie meiner Ichs.
In Into the Chronosphere verweben Sisi Bo’wale und sein Team Perfomance, Video, Sound und Design zu einer augenzwinkernden, queere, afrofuturistischen Collage.
Drei Geschwister führen eine Gruppe von Besucher*innen durch das „Museum für zeitgenössische Chronologie und Weltgeschichte“. Sie agieren in der Rolle der perfekten Guides. Doch in Wahrheit sind sie auf der Suche nach einem Gegenstand, der ihnen gehört, zu ihrer Welt vom Anfang der Zeit, einst geraubt und archiviert.
In Arrival of the Village begibt sich die dokumentarisch arbeitende Choreografin Magda Korsinsky gemeinsam mit ihrem Team auf die Suche nach veränderten Beziehungen: Denn das alte Modell der heteronormativen Kleinfamilie bringt Rollen hervor, die oft isolieren, erschöpfen oder abhängig machen. Anerkennung, Lust, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung bleiben auf der Strecke. Und wie kann mensch Vorbild sein, wenn sich so vieles falsch anfühlt? Wie können wir Formen von Familie erweitern und kollektive Fürsorge, gemeinsame Verantwortung und wechselseitige Empowerment leben?