In Into the Chronosphere verweben Sisi Bo’wale und sein Team Perfomance, Video, Sound und Design zu einer augenzwinkernden, queere, afrofuturistischen Collage.
Drei Geschwister führen eine Gruppe von Besucher*innen durch das „Museum für zeitgenössische Chronologie und Weltgeschichte“. Sie agieren in der Rolle der perfekten Guides. Doch in Wahrheit sind sie auf der Suche nach einem Gegenstand, der ihnen gehört, zu ihrer Welt vom Anfang der Zeit, einst geraubt und archiviert.
Hoffnung. Wie soll man angesichts der aktuellen politischen Situation Hoffnung haben? Globale Spannungen und innenpolitische Gewalt geben kaum Raum dafür. Und doch ist sie da, nimmt immer neue Formen an. Glitzernd taucht sie in Sätzen und Gesten auf, sie motiviert das gemeinsame Streben nach einer besseren Zukunft. Lässt sie sich fassen und beschreiben? Eine Gruppe junger BIPOC-Erwachsener kam am Ballhaus Naunynstraße zusammen, um aus ihrer eigenen Perspektive und Position als in Deutschland lebende Menschen Bilder und Erzählungen zur Hoffnung als Haltung, flüchtiges Moment und beständige Kraft zu finden. Gemeinsam mit den Filmemacher*innen DeLovie Kwagala aka Papa De und Gabriel B. Arrahnio als Pat*innen entwickelten sie ihre eigenen Kurzfilme, die Kiez-Monatsschau: Raising Hope.
In Arrival of the Village begibt sich die dokumentarisch arbeitende Choreografin Magda Korsinsky gemeinsam mit ihrem Team auf die Suche nach veränderten Beziehungen: Denn das alte Modell der heteronormativen Kleinfamilie bringt Rollen hervor, die oft isolieren, erschöpfen oder abhängig machen. Anerkennung, Lust, Selbstbestimmung und Gleichberechtigung bleiben auf der Strecke. Und wie kann mensch Vorbild sein, wenn sich so vieles falsch anfühlt? Wie können wir Formen von Familie erweitern und kollektive Fürsorge, gemeinsame Verantwortung und wechselseitige Empowerment leben?