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Donnerstag, 18.01.2024 – Donnerstag, 29.02.2024

BLACK EYES ON BLACK BODIES

Für das Festival BLACK BERLIN BLACK – United Polyphonic kuratiert die Filmemacherin Mona Okulla Obua – im September dieses Jahres war ihr Film INDIGO im Ballhaus Naunynstraße zu sehen nun eine eigene Filmreihe: BLACK EYES ON BLACK BODIES. Darin präsentiert sie Filme von diversen Schwarzen Filmschaffenden, eigene Handschriften, selbstbestimmte Erzählungen, mutige Stimmen.

Filme sind wichtige Dokumentationen des Lebens und Fenster zur Welt. Einer der Gründungsväter und Pioniere des afrikanischen Kinos, Ousmane Sembène, betonte, dass schwarze Menschen, wenn sie keine Macht über ihre Geschichten haben, auch keine Macht über ihre Existenz haben. Schwarze Körper waren allzu oft Objekte des filmischen Bildes. Schwarzes Kino macht sie zu selbstbestimmten Protagonist*innen.

Die Reihe beginnt im November mit zwei Dokumentarfilmen und erweitert sich später um experimentelle Formate wie Poesiefilm und Bewegtbild. Es beginnt mit That Ugandan Flaming Homosexual von DeLovie Kwagala, einer mutigen und persönlichen Geschichte über their Aufwachsen in einer homophoben Gesellschaft. Der Dokumentarfilm spricht über den Hunger, gehört und gesehen zu werden, über African-Queerness, Wut und Widerstand. Die Filmreihe wird mit The Homes We Carry von Brenda Akele Jorde fortgesetzt, die in ihrem Film ein facettenreiches Porträt einer Familie zeichnet, die sich über Deutschland, Mosambik und Südafrika erstreckt. Der Dokumentarfilm zeigt die unerzählten und ungerechten Erfahrungen mosambikanischer Vertragsarbeiter in Ostdeutschland und gleichzeitig Formen afrodeutscher Identitäten und Elternschaft. MU/T/T/ER, der dritte Film des/der Filmemacher*in Esther Kondo Heller, wurde im Lockdown gedreht und ist eine introspektive Meditation über das Verdrehen und Brechen der Sprache, die sich auf die Arbeit von Audre Lorde, M. NourbeSe Philip und May Ayim bezieht. Blues for Mrs. mit Savanna Morgan als Mrs und Regie geführt von Anton Juan, zeigt Mrs. durch das nächtliche Berlin ziehen, in der Vorbereitung zu Auftritten und on stage. Schwarzer Frauen im Blues, Künstlerinnen der 1910er bis 1950er Jahren, Ma Rainey, Bessie Smith und Billie Holiday, werden zitiert und verkörpert – bis sich historische Bezüge bis in die Gegenwart ergeben. Black Joy ist ein poetischer Film über Identität, eine Feier Schwarzer Freiheiten, ein afro-futuristischer Film über die Suche nach Unabhängigkeit für die Schwarzen Bewohner*innen Amsterdams, geschaffen von Rafik Opti.

Im Anschluss an die Filmvorführung erwartet das Publikum eine Gesprächsrunde mit den Filmemacher*innen.